Stevin's Wreath of Spheres

Mechanik Mittel Kostenlos
Stevin's Wreath of Spheres – Mechanik
Stevin's Wreath of Spheres – Mechanik

Simon Stevin dachte 1586 über das Gleichgewicht auf schiefen Ebenen nach, ein Jahrhundert vor Newtons Gesetzen, und tat es mit einem Bild statt einer Gleichung. Eine geschlossene Kette gleicher Kugeln liegt über einem Keil mit zwei verschieden steilen Flanken. Die lange, flache Seite trägt mehr Kugeln; die kurze, steile zieht an jeder stärker. Kippen Sie den Keil, so weit Sie wollen, lassen Sie den Kranz los — und sehen Sie zu, wie nichts geschieht.

So benutzt du diese Simulation

Worauf du achten solltest

Die Physik dahinter

Eine Flanke vom Winkel θ, die auf die Höhe h steigt, ist h / sin θ lang; das Kettengewicht auf ihr ist also proportional zu 1 / sin θ. Der Anteil dieses Gewichts, der längs der Flanke wirkt, ist sin θ. Multipliziert man beides, kürzt sich der Sinus, und jede Flanke zieht den Kranz mit demselben λ g h, wobei λ die Masse je Länge ist. Das darunter hängende Gehänge ist eine Kettenlinie zwischen zwei gleich hohen Punkten, also symmetrisch, und zieht an beiden Ecken gleich stark — es wegzuschneiden ändert nichts, und das ist der Schritt, der das Argument trägt. Stevins Grund, der Schlussfolgerung ohne Gleichungen zu trauen, war die Folge der Alternative: gewänne eine Seite, so wanderte der Kranz, und nach einem vollen Umlauf wäre jede Kugel wieder an ihrem Platz, die Kette aber noch in Bewegung. Das wäre ein Perpetuum mobile — also müssen die Wirkungen gleich sein.

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